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Materialismus

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Materialismus Artikel

Der Begriff Materialismus (abgeleitet von Materie) genannt

  • als Lebenseinstellung das Streben nachdem Besitz möglichst vieler und wertvoller Â»materieller« Güter, nicht also etwa charakterlicher Tugenden.
  • in der Philosophie eine Anschauung, die - in dem Gegensatz zu dem Idealismus - davon ausgeht, dass Gedanken und Ideen Erscheinungsformen der Materie sind.
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Recht der Handelsvertreter. Vertrag, Provision, Wettbewerbsverbot, Ausgleichsanspruch Die Beschreibung für das Buch "Das Recht der Handelsvertreter. Vertrag, Provision, Wettbewerbsverbot, Ausgleichsanspruch" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Materialismus als gesellschaftliches Phänomen

Das Streben nach Reichtum zu dem Zwecke des Wohlergehens, der Absicherung gegen Krisen und zur Steigerung von Macht und Ansehen gilt in dem allgemeinen Verständnis eher nicht als Â»Materialismus«; dieses Wort genannt eher das Streben nach Besitz als Selbstzweck, also Besitz um des Besitzes Willen.

Buch-Tipp: Das Vermittlerprotokoll (Praxis-Ratgeber) Eine Beschreibung zum Buch "Das Vermittlerprotokoll (Praxis-Ratgeber)" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Materialismus in Mittelalter und Neuzeit

In dieser Form der Besitzgier dürfte Materialismus zu dem ersten Mal in der europäischen Geschichte beim Adel des Spätmittelalters bedeutsam geworden sein. Bedingt durch den aufblühenden Handel und Neuerungen wie der Geldwirtschaft erlag der Adel einem regelrechten Konsumrausch. Um diesen befriedigen zu können, wurden den leibeigenen Bauern stets mehr Abgaben abverlangt, bis schließlich soziale Unruhen ausbrachen. Die stets drückendere Abgabenlast war einer der vielen Gründe für die Bauernkriege.

Auch für den Ausbruch der Französischen Revolution spielte der mit politischer Unterdrückung einhergehende Materialismus von Königshaus und Adel eine große Rolle - um Prunk und Pomp des Hofes finanzieren zu können, wurde eine Verelendung breiter Bevölkerungsschichten in Kauf genommen.

Buch-Tipp: Die Vertreter Gottes. Eine Geschichte der Päpste im 20. Jahrhundert. Eine Beschreibung zum Buch "Die Vertreter Gottes. Eine Geschichte der Päpste in dem 20. Jahrhundert. " finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Materialismus in dem 20. Jahrhundert

Bedingt durch die entbehrungsreichen Jahrzehnte vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges war wohl in der Bevölkerung das Bedürfnis vorhanden, es sich einmal so richtig gut gehen zu lassen.

Das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit befähigte die Industrien, Güter in bislang unbekannter Menge und Qualität zu erzeugen, und ermöglichte damit einen enormen Anstieg des Konsums und förderte damit den Aufschwung des Materialismus in der Gesellschaft stark.

Gegenbewegungen dazu ließen indes nicht lange auf sich warten: Die vom Konsumwahn nicht gelösten oder gar verursachten gesellschaftlichen Probleme ließen die Jugend gegen den Materialismus der Eltern aufbegehren. Die in hohem Maß idealistische Kultur der Hippies entstand.

Buch-Tipp: Handbuch des gesamten Außendienstrechts. Band 2. Der Ausgleichsanspruch des Handelsvertreters (Bücher des Betriebs-Beraters) Erschlägt sehr umfassend die komplizierte Materie Über den Ausgleichsanspruch von Handelsvertretern bestehen viele widersprechende Ansichten. Auch Experten blicken häufig nicht durch. Anwälte, die sich mit diesem Thema für gewöhnlich nicht beschäftigen, sind regelmässig überfordert. Dieses Buch lichtet den Dschungel der Paragraphen und zeigt...

Materialismus als philosophische Anschauung

Ein materialistisches Weltbild ist eines, welche die uns umgebende Welt auf Materie reduziert, die einfachen mechanischen Gesetzen unterworfen ist. Es erklärt dabei die uns umgebende Welt und die in ihr ablaufenden Prozesse ohne spirituelle oder mystische Elemente, die sich dem reproduzierbaren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn entziehen (beispielsweise der Schöpfergott).

Damit steht der Materialismus dem Idealismus direkt entgegen.

Buch-Tipp: Käse Was du heute kannst besorgen. . . 'Käse' ist dieser Roman nicht, ganz in dem Gegenteil. Willem Elsschot beschreibt sehr gut, wie der Protagonist ein Büro aufbaut und ca. damit beschäftigt ist, dieses Büro mit Inhalt, also mit Stühlen etc. , und nicht mit Kunden und Waren und Auslieferungen zu füllen. Ständig schiebt der Protagonist seine eigentliche...

Geschichte des philosophischen Materialismus

Einer der ersten Vertreter eines materialistischen Weltbilds war der griechische Naturphilosoph Anaxagoras, der beispielsweise die Sonne nicht als eine Gottheit, sondern lediglich als einen rotglühenden Stein betrachtete und damit eine weniger mystische Erklärung für ihr Strahlen fand.

Das mechanistische, materialistische Weltbild gipfelte in dem Postulat des Laplaceschen Determinismus . Der französische Mathematiker, Physiker und Philosoph Laplace behauptete, durch die Kenntnis des gegenwärtigen Zustands eines jeden Teilchens in dem Universum ließe sich auf Grundlage der bekannten (und absolut erfassbaren) mechanischen Gesetze der Zustand des Universums zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft bestimmen. Der Laplacesche Determinismus hat damit gravierende Auswirkungen auf die Naturphilosophie gehabt, da das Universum in diesem Fall nicht ca. vorhersehbar, sondern durch seine Anfangsbedingungen bereites vorherbestimmt sei (siehe Laplacescher Dämon).

Das mechanistische Weltbild, wie es in dem Laplaceschen Determinismus Ausdruck fand, ist mit der Entwicklung der Quantenmechanik als unzureichend befunden worden, da aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation Ort und Impuls eines Teilchens niemals hinreichend exakt bestimmt werden können. Folglich ist auch die Extrapolation des gegenwärtigen Zustands eines jeden Systems ca. bedingt möglich.

In der aktuellen wissenschaftlichen und philosophischen Diskussion über die wesentlichen Bestandteile des Universums lässt sich eine Abkehr vom deterministischen Materialismus erkennen, da zu dem einen stets kleinere, fundamentalere Bestandteile der Materie entdeckt worden sind ohne zu wissen, ob diese nun wirklich "elementar" sind (siehe Atom, Atomkern, Proton, Neutron, Quarks) und zu dem anderen physikalische Prozesse nie vollständig deterministisch sind und häufig auch vom Zufall beeinflusst werden.

Buch-Tipp: Mordsdeal Ein kurzweiliges Lesevergnügen. "Mordsdeal" spielt am Niederrhein und lässt die Trödelmarkthändlerin Mia Magaloff in guter alter Miss Marple-Weise in einen Fall um merkwürdige Pillen reinschnüffeln. Der Roman ist fast durchweg lustig geschrieben, aber vor allem das Gezeter zwischen den Schwestern Gitti und Hilla, die beide in einem besonderen...

Vertreter der materialistischen Philosophie

Wichtige Vordenker des Materialismus sind die griechischen Philosophen Parmenides und Epikur. In der europäischen Aufklärung dann Denis Diderot und Ludwig Feuerbach. Der wohl bekannteste materialistische Philosoph ist Karl Marx.


siehe auch: Mechanizismus, mechanistische Naturphilosophie, mechanizistisch

Weiteres zu dem Artikel Materialismus

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